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Tigertempel in Thailand
Ausgewilderte Elefanten und Nashörner
Daphne Sheldrick
Der Elefant
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Pelztiere
Mein Leben als Pflegemutter von Elefanten- und Nashornbabys
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Ich wurde in Kenia geboren und wuchs auf einer abgelegenen Farm im Hochland auf. Meine Vorfahren waren Pioniere, die auf der Suche nach Glück und Abenteuer ihre englische Heimat verlassen hatten.

Während meiner Kindheit brachten einheimische Farmarbeiter viele junge Wildtiere zu uns nach Hause, die zusammen mit unseren Haustieren aufgezogen wurden. Ich selbst erhielt mein erstes verwaistes Wildtier, als ich drei Jahre alt war. Es war eine kleine Gazelle, ein Duiker, und ich nannte sie „Bushy“. Sie wurde natürlich größer und mit der Zeit folgte sie dem Ruf der Wildnis. Damals weinte ich zum ersten Mal über den Verlust eines wilden Tieres. Seit damals habe ich noch oft geweint, aber die Fähigkeit auf Wiedersehen zu sagen, ist eine ganz wesentliche Voraussetzung, um als Pflegemutter erfolgreich zu sein.

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So wuchs ich also unter Tieren auf, und mit jedem, das durch meine Hände ging, lernte ich mehr dazu. Schließlich heiratete ich einen Naturfreund – David Sheldrick. Er hatte den 5000 Quadratmeter großen Nationalpark Tsavo-Ost aus ursprünglichem Buschland geschaffen. Damit erhielt mein Engagement für wilde Tiere und mein allgemeines Wissen über Ökologie eine größere Dimension und wurde Inhalt und Aufgabe meines ganzen Lebens.

Flasche

Wir lebten fast 30 Jahre im Tsavo-Ost. Über all die Jahre zog ich viele Tiere auf und gliederte sie wieder in die Wildnis ein – große und kleine Tiere, die durch Wilderer, Raubtiere und Dürre zu Waisen geworden waren. So ging zum Beispiel ein Dutzend Elefanten durch unsere Hände, aber nur diejenigen, die ein Jahr oder älter waren, überlebten! Das Großziehen von Elefanten galt als unmöglich, da die Milch, von der sie während des ersten Jahres völlig abhängig sind, sich sehr von der Milch aller anderen Tiere unterscheidet. Schließlich erkannte ich, dass der Schlüssel zur Lösung die Zusammensetzung der Milch ist. Obwohl Elefantenmilch sehr fetthaltig ist, bedeutet es für ein Elefantenbaby das Todesurteil, wenn man es mit Kuhmilch füttert.

1976 wurde David aus seinem geliebten Tsavo-Ost in die Hauptstadt Nairobi versetzt, und nur 6 Monate später starb er plötzlich und völlig unerwartet. Das tapfere Beispiel, das mir die Tiere, die Teil unseres Lebens waren, gegeben hatten, ließ mich diesen schweren Schicksalsschlag durchstehen. Glücklicherweise erhielt ich die Erlaubnis weiterhin im Nairobi Nationalpark zu leben.

Nashörner

Inzwischen glaubte ich wirklich, dass meine Tage als Pflegemutter der Vergangenheit angehören würden. Deshalb war es eine freudige Überraschung, als ich von Regierungsstellen angefragt wurde, zwei verwaiste Nashörner aufzuziehen. Jedes einzelne Nashorn war äußerst wertvoll, da es in Kenia nur noch 500 Exemplare gab.

Anfang März 1987 brachte mir das Wildlife-Department ein verwaistes Elefantenbaby. Was bedeutete: Alle drei Stunden musste es mit der Flasche gefüttert werden, Tag und Nacht, mindestens 18 Monate lang; ständige Pflege und Aufmerksamkeit und großes seelisches Engagement waren vonnöten. Wir gaben ihm den Namen „Olmeg“.

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Elefanten sind ähnlich intelligent wie wir Menschen, und sie haben die geheimnisvolle Fähigkeit, unsere Gefühle ihnen gegenüber zu erkennen. Sie brauchen Spielsachen, geistige Anregung und ständigen Kontakt. Sie müssen ihren Betreuer gern haben, aber den einen nicht mehr als den anderen, denn die Abwesenheit ihres Lieblingsbetreuers könnte sie aus dem seelischen Gleichgewicht bringen.

Die Aufzucht von Waisenelefanten ist eine faszinierende und lohnende Erfahrung, die mein Verständnis für diese erstaunlichen Tiere noch mehr erweitert hat. Wenn nur alle die Elefanten so gut kennen würden, es gäbe niemanden mehr, der jemals noch etwas mit Elfenbein zu tun haben wollte.

Bis heute zieht Dr. Daphne Sheldrick Elefantenbabys und andere Waisentiere auf. Zahllose Filme berichten über ihr Wirken. Die Verleihung des Ehrendoktors der Universität von Edinburgh oder der Empfang bei der englischen Königin sind nur ein paar Stationen in ihrem Leben.

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Wir unterstützen Daphnes wertvolle Arbeit seit über 10 Jahren und haben gemeinsam schon große Fortschritte erzielt.

Auch Sie können Teil dieses einmaligen Projektes werden, indem Sie eine Patenschaft für ein Waisentier übernehmen oder den Verein durch die Mitgliedschaft unterstützen.

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Care for the Wild Deutschland e.V. · Landauerstraße 57/A · 70499 Stuttgart
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