Mit einem stetig wachsenden Produktangebot, neuartigen Herstellungsmethoden, sowie neuen Farbvarianten haben der Internationale Pelz-Fachverband (IFTF) und seine internationalen Mitgliedsorganisationen "gute Arbeit" geleistet. Sie haben Pelze zu einem erschwinglichen "Mode-Produkt" auf einem Massenmarkt gemacht. Berichten zu Folge führen mehr als 350 international bekannte Modedesigner Pelze in ihren Kollektionen. Der weltweite Pelzverkauf erzielte in den Jahren 2001/02 Umsätze in Höhe von 10 Milliarden Euro. Eine steigende Zahl internationaler Pelzhändler, Pelzproduzenten und Modedesigner haben ihre Firmen nach China verlegt, wo ihnen durch das Fehlen von Tierschutzgesetzen das Leben erleichtert wird und billige Arbeitskräfte die Gewinnspanne erhöhen.
Verbraucher, die bislang davon abgeschreckt waren, einen ganzen Pelzmantel zu kaufen, sollen zum Kauf von Jacken mit Pelzkragen, Parkas mit Pelzbesatz, einem Schal oder einer Handtasche mit Fellapplikationen verführt werden. Diese Produkte werden weniger in Verbindung mit den Tieren gebracht, sobald die Pelze geschoren, gefärbt oder mit anderen Materialien kombiniert werden. Dadurch werden Pelze heutzutage nicht mehr ausschließlich als Luxusprodukt angesehen, sondern sind ein erschwingliches Massenprodukt geworden. Aber auf wessen Kosten? Ein wenig Fellbesatz wird leichter akzeptiert als ein ganzer Mantel, aber Pelz bleibt Pelz und um ihn in einem Kleidungsstück zu verarbeiten, muss ein Tier sterben. Allein das Wissen über die Art und Weise, wie die Tiere lebend leiden und nicht einmal ohne unvorstellbare Qualen sterben dürfen, sollte uns davon abhalten diese Produkte zu kaufen.
China, Mitglied des Internationalen Pelz-Fachverbandes (IFTF), ist der weltgrößte Exporteur von Pelzbekleidung; die EU ist der weltweit größte Konsument von Pelzen. Daher ist es kein Wunder, dass immer mehr Pelzwaren mit dem Etikett "Made in China" in Europa auftauchen. Ein weiterer Grund, sich gegen diese Tierquälerei zu wehren. |