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IshaqB

Ishaq B: Weiblich, geboren Oktober 2010

Im Oktober 2011 unternahm das Team des David Sheldrick Wildlife Trusts (DSWT) eine der schwierigsten Rettungen eines Elefantenbabys, die es je gab.
Einheimische beobachteten ein junges Elefantenkalb drei Wochen lang im Ljara Gebiet am Tana Fluss dabei, wie es sich mit einem geschwollenen Kniegelenk am hinteren rechten Bein ganz alleine durchschlug.
Am ersten Tag der Rettungsaktion blieb der Transporter der Elefanten Pfleger nach mehrstündiger Fahrt im Morast der ungeteerten Straße stecken. Monsunartige Regenfälle hatten die Straße aufgeweicht. Es dauerte Stunden, ihn zu befreien. Doch da war es schon zu spät, um weiter zu fahren, also mussten sie die Nacht in einer Unterkunft des Ishaqbini Naturschutzgebietes verbringen. Am nächsten Morgen erreichten sie dann ihr Ziel, den Tana Fluss. Es war sehr schwierig, den kleinen Elfanten im dichten Gebüsch zu finden, doch letztendlich schafften sie es und fingen den auf drei Beinen humpelnden Elefanten ein, und luden ihn behutsam auf den Transporter. Nach einer fünfstündigen Fahrt in glühender Hitze, erreichten die Pfleger mit ihrem Schützling die Landebahn des DSWT Rettungsflugzeuges, mit dem sie zur Auffangstation flogen.
Dort angekommen versorgte man das ausgezehrte Elefantenkalb mit Milch und das hart arbeitende Team mit Erfrischungen. Als Tierärzte das geschwollene Kniegelenk unter­suchten, fanden sie heraus, dass es zum Glück nur eine harmlose Gewebeverletzung war, die mit der Zeit von selbst heilen würde. Erstaunlicherweise war das Kalb nicht lebensbedrohlich abgemagert, trotz dreiwöchiger Ernährung von Mangos und wilden Früchten. Normalerweise hätte ein Elefantenkalb in diesem Alter keine drei Wochen ohne Muttermilch überlebt. Vielleicht hat ihr die Gruppe Paviane mit der man sie öfter gesichtet hatte, das Leben gerettet, indem sie angefressene Mangos von den Bäumen fallen ließen, die sie dankbar annahm.
Man nannte das Kalb Ishaq B, nach der Gegend in der sie gefunden wurde. Ishaq B ist eine kleine Kämpfernatur, sonst hätte sie diese lange Zeit ohne den Schutz ihrer Mutter und mit der schlimmen Wunde am Bein niemals alleine überstanden. Sie wurde von den anderen Waisenelefanten herzlich aufgenommen und bleibt bis zu ihrer Auswilderung bei ihrer neuen Familie.

Kihari

Kihari: Weiblich, geboren September 2010

Im September 2011 wanderte ein erst einjähriges Elefantenkalb alleine im Gombe Forest unterhalb des Mount Kenia umher. Zum Glück sind die Menschen, die dort leben, freundlich zu Elefanten. Sie hatten ein Auge auf das kleine Kalb gerichtet, in der Hoffnung dass seine Mutter mit der Herde bald zurückkehren würde.
Allerdings bemerkten sie bald, dass es sehr schwach war, da es wohl schon eine Weile ohne Wasser und die lebenswichtige Ration Muttermilch umher irrte. Vermutlich wurde seine Mutter Opfer der Wilderei. Das Elefantenkalb war sehr zutraulich und blieb bei den Menschen, so konnte man problemlos das Rettungsteam des David Sheldrick Wildlife Trust alarmieren, um es auf dem schnellsten Weg in die Auffangstation nahe Nairobi zu bringen. Es war zwar anfangs sehr schwach und abgemagert, schaffte es aber trotzdem die Pfleger ganz schön auf Trapp zu halten. Nach einer erholsamen Nachtruhe, verweigerte es die morgendliche Milchflasche. Erst am Nachmittag schafften es die Pfleger, das Kalb dazu zu bringen, wenigstens etwas Wasser zu trinken. Doch da war es schon zu spät und es kollabierte. Eine Dextrose Injektion in eine Vene am Ohr brachte es dann vorläufig wieder auf die Beine, bis es am Abend noch einmal kollabierte. Eine weitere Injektion war notwendig, bis die Pfleger es dann endlich schafften, dass es die Milch annahm. Allmählich machten sich die Bemühungen und Fürsorge der Pfleger bemerkbar und das kleine Elefantenkalb war bereit für die Zeit in der Auffangstation. Auf Empfehlung der Gemeinde, die das Kalb gerettet hatte, nannte man es „Kihari“ nach der Region, wo es gefunden wurde.
Kihari ist ein temperamentvolles Elefantenmädchen, das mit ihren großen leuchtenden Augen und ihrer lebhaften Art, die Herzen aller gewinnt, die sie umgeben.