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Sian

Sian: weiblich, geboren 2005
Sian wurde zur Waise, als ihre Herde die Grenze von Kenya´s Amboseli National Park überquerte und in ungeschütztes tansanisches Gebiet wanderte. Ihre Mutter verschwand spurlos, wahrscheinlich wurde sie durch Jäger oder Wilderer getötet. Die neun Monate alte Sian versuchte daraufhin verzweifelt bei ihren Tanten Milch zu säugen, jedoch ohne Erfolg. Kein Elefantenbaby unter zwei Jahren überlebt längere Zeit ohne Milch.
Sie wurde mit einer Lungenentzündung gerade noch rechtzeitig in die Nairobi Waisen­station eingeliefert. Gerade Jungtiere sind sehr anfällig für eine Lungen­ent­zündung, wenn sie halb verhungert sind und ihr Immunsystem sehr geschwächt ist. Die Pfleger befürchteten schon, sie würde die Nacht nicht überstehen, da sie sehr traumatisiert war. Sie ließ traurig den Schwanz hängen und ihre Wangen waren schon ganz eingefallen vor Hunger und Schwäche. Zwei Pfleger hielten die ganze Nacht Wache bei ihr.
Es kam große Freude auf, als sie um 6.30 Uhr morgens plötzlich doch die Milchflasche annahm und sie ganz leerte. Bald darauf beruhigte sie sich ganz und verstand genau, dass die Pfleger und die anderen Waisen-Elefanten, die sie von da an umgaben, ihre Freunde waren und ihr helfen wollten.

Kamboyo

Kamboyo: männlich, geboren 2005.
Komboyo war gerade acht Monate alt, als ihn Wildhüter alleine und ziellos umherirrend, fanden. Er hatte seine Mutter verloren und ohne den Schutz und die Fürsorge seiner Elfantenfamilie befand er sich in ernsthafter Gefahr. Über das Schicksal seiner Familie ist nichts bekannt, man vermutet aber, dass er von seiner Herde getrennt wurde, als diese von einer Siedlung vertrieben wurde. Glücklicherweise fand man ihn und brachte ihn zur Waisen­station des David Sheldrick Wildlife Trusts im Nairobi National Park. Anfangs war er sehr geschwächt und stark mit Parasiten befallen. In den ersten Stunden auf der Station freundete er sich gleich mit seiner Stallnachbarin, ebenfalls eine kleine Waise an und hielt „Rüssel­kontakt“ durch die Bretterwände.
Kamboyo ist mittlerweile zu einem glücklichen, ungestümen kleinen Bullen herangewachsen, der es genießt, ausgelassen mit seinen Kumpels zu spielen. Auf den täglichen Streifzügen durch den Busch mit den Pflegern und den anderen Waisen, lernt er die Fähigkeiten, die ihm später in der Freiheit beim Überleben helfen werden. Kamboyo wurde nach der Gegend benannt, in der man ihn fand.

Makena

Makena: weiblich, geboren 2005.
Sie war gerade sieben Wochen alt und kurz vor dem Verhungern, als dieses zierliche, kleine Elefantenbaby nahe der Laikipia Ranch gefunden wurde. Verzweifelt nach Anschluss suchend, folgte Makena den Wildhütern die sie gefunden hatten, zu deren Camp. Von dort wurde der David Sheldrick Wildlife Trust alamiert.
Kurz nach ihrer Ankunft wurde sie mit Medikamenten und Milch versorgt und ihre empfind­liche Haut mit Wasser gekühlt. In der Pfütze, die das Wasser hinterließ, nahm sie vor den erstaunten Augen der Pfleger ein spontanes Schlammbad. Anders als andere Neuan­kömmlinge, war Makena von Anfang an nicht ängstlich und aggressiv, sondern folgte allem und jedem. Rastlos wanderte sie den ganzen Tag in der Aufzuchtstation umher und erkundete jeden Winkel. Mit ihrem Stall als Nachtquartier konnte sie sich anfangs jedoch nicht anfreunden und versuchte die ganze Nacht hindurch, über die Stalltür zu klettern und wimmerte dabei jämmerlich. Es wurde schnell klar, dass sie ihre Mutter und die Herde sehr vermisste und das rastlose Umherwandern eine verzweifelte Suche nach ihnen war. Makena ist nun eine verspielte, freche, sehr raffinierte kleine Elefantendame geworden und hat sich ihrer neuen Familie angeschlossen. Makena bedeutet glücklich.